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Mezcal und der Mythos über den Wurm

Der Mythos um den Mezcal-Wurm

Die Legende von der Beigabe eines Wurmes in die Mezcalflasche hält sich nach wie vor hartnäckig unter Partygästen und hat einen wahren Kern. Bei dem Wurm handelt es sich in Wahrheit um eine Raupenart (Gusano), die in den Agavenpflanzen lebt. Auch wenn einige Hersteller durch die Gusano-Raupe eine Intensivierung des Geschmackes versprechen, ist die traditionelle Herstellungsweise jedoch ohne Wurmzugabe. Deshalb hat in einem guten Mezcal der Wurm nichts zu suchen, wie z. B. bei den Mezcales Alipus, Los Danzantes oder auch San Cosme. Bekannt wurde diese Produktionsweise erst durch eine Marketingmaßnahme in den späten 1940er Jahren. Eine bekannte Mezcalsorte mit Wurm ist der Mezcal Gusano Rojo. Alternativ gibt es auch Mezcals mit echtem Skorpion wie bei der Sorte Mezcal Escorpión.

Einzigartig in der Herstellung

Während Tequila vorrangig im Bundesstaat Jalisco und vier weiteren Bundesstaaten hergestellt wird, findet der Großteil der Mezcalproduktion im südlichen Bundesstaat Oaxaca statt. Mezcal wird zudem überwiegend in ländlichen Familienbetrieben mit traditioneller Handarbeit zubereitet. So werden die Agavenherzen in Erdöfen, den sogenannten Palenques, zubereitet und erhalten je nach genutzter Holzart das jeweilige Aroma. Anschließend werden die Piñas gemahlen und destilliert. Den Agavenbrand gibt es abhängig von der Lagerzeit in den drei Qualitätsstufen Joven, Reposado und Añejo. Während der Mezcal Joven direkt nach der Destillation abgefüllt wird und eine klare Farbe aufzuweisen hat, wird der Reposado nach der Destillation 2 bis 11 Monate in Eichenholzfässern gelagert und erhält so seine goldene Färbung. Übersteigt die Lagerung 12 Monate handelt es sich um einen Mezcal Añejo.

 

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Was ist Sotol?

Was ist Sotol?

Der „SOTOL“ stammt von einer besonderen Agave, nämlich der Wildagave „Agavacea Dasylirion“. Diese Agavenart hat eine Wachstumzeit von bis zu 15 Jahren, die in der Chihuahua-Wüste wächst. Sie ist eine wild wachsende Art, die nur im Norden Mexicos (Hochland der Chihuahua Wüste) vorkommt. Aus 100% Agave hergestellt, zweifach destilliert sind der Sotol Plata (Blanco), der Reposado, dreifach destilliert ist der Anejo.  Produziert wird dieses Agavendestillat in der Hacienda de Chihuahua (Vinomex). Der Anejo und der Reposado altern in neuen französischen Eichenfässern.Diese wilde Agavenart, die in der Chihuahua Wüste im Norden Mexikos wächst, ist eine wahre Besonderheit. Der „SOTOL“ gehört zur Familie des Mezcals. Er wird den Tequila-Liebhaber fesseln!

Die Herstellung des Sotols

Nach einem Wachstumszyklus von 15 Jahren, ist die Wildagave reif zum Ernten. Das Herz der Pflanze wird in speziellen Keramiköfen gegart und später bei der Fermentation mit Champagner-Hefe versetzt. Dann wird der Saft extrahiert und durch zweifache Kupfersäulen destilliert. Der Sotol Plata (Blanco) und der Reposado werden zweifach destilliert, der Añejo jedoch dreifach.Danach wird der Plata sofort in wunderschöne handgefertigte Flaschen abgefüllt. Der Reposado wird nun sechs Monate und der Añejo zwei Jahre in französischen Weißeichenfässern gelagert und erst nach dieser Lagerung, in diese stilvollen Flaschen umgefüllt.Der feine und edle Geschmack dieses Wildagaven-Destillats spiegelt sich wieder in diesem edlen und hochwertigen Herstellungsverfahren. Dr. José Daumas, ein Spezialist in Önologie, der seine Erfahrung in den höchsten Häusern von „Cognac Larsen“, „Moet & Chandon“ und „Casa Martell“ gesammelt hat, gibt dem „SOTOL“ seinen letzten Schliff! Sotol – unsere besondere Empfehlung für den „Tequila-Aficionado“

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Der Herstellungsprozess von Tequila

Die Herstellung von Tequila

Tequila ist ein Brand, der ausschließlich aus einer Pflanze hergestellt wird, der blauen Weber-Agave. Er darf nur in Mexiko produziert werden, und zwar in fünf dafür ausgewiesenen Regionen: im Staat Jalisco, sowie in bestimmten Ortschaften der Staaten Nayarit, Tamaulipas, Michoacán und den Guanajuato.

Destillate, die nach dem gleichen Verfahren außerhalb der zugelassenen Ortschaften hergestellt werden, müssen sich Mezcal nennen, entsprechend dem Oberbegriff für die gesamten Agavendestillate. Die Blaue Agave benötigt ca. 8 bis 12 Jahre bis sie zu ihrer vollen Größe gewachsen ist und vom Jimador geerntet werden kann.

Die Pflanze wird ausgegraben und dann von den spitzen Blättern befreit, so dass nur das Herz übrig bleibt. Die Herzen, auch Pina genannt, wiegen bis zu 170 Pfund. In Stücke geschnitten werden sie dann zum Garen in Ziegel- oder Betonöfen gepackt. Dieser Garvorgang dauert in der Regel zwischen 24 und 36 Stunden. Dabei geben die Herzen das so genannte Honigwasser ab. Wenn der Agave durch anschließendes Auspressen das gesamte Aqua miel entzogen worden ist, kann der darin enthaltene Zucker zu destillierbaren Alkohol vergoren werden.